Tunnelierung

Hemisektion

Zahnfleischtransplantate

Rezessionsdeckung

ÄSTHETISCH-PLASTISCHE PARODONTALCHIRURGIE

Tunnelierung

Für eine Tunnelierung werden die offen liegenden Aufteilungen der Wurzeln bei mehrwurzligen Zähnen operativ erweitert.

 

Unter Lokalanästhesie wird der der Furkationsdefekt (der Defekt ist die Stelle an der sich bei Zähnen mit zwei Wurzeln die Wurzel gabelt bzw. die eine in die andere übergeht) durch das Entfernen von noch teils vorhandenem Knochen so weit vergrößert, dass er für den Einsatz einer Zahnzwischenraumbürste durchgängig und erreichbar ist. Die Furkation soll nachher wie ein Tunnel (daher der Begriff Tunnelierung) am unteren Rand der Zahnkrone sichtbar und gut durchgängig zur Pflege sein. Eine Voraussetzung ist, dass zwischen den Wurzeln genügen Platz vorhanden ist, weil sonst keine Möglichkeit besteht, genügend Raum für Zahnzwischenraumpflegehilfsmittel zu schaffen, ohne die Zahnwurzel zu beschädigen.

 

Weitere Voraussetzung für eine Tunnelierung ist die Bereitschaft des Patienten zu einer umfassenden Mundhygiene und die regelmäßige Teilnahme Nachsorgeterminen.

 

 

 

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Hemisektion

Im Rahmen einer Hemisektion (von griech. hemi = halb) wird neben der Hälfte des Wurzelstocks auch die Zahn-Krone chirurgisch entfernt.

 

Vor der Hemisektion sollte die Wurzelkanalbehandlung an dem zu erhaltende Teil vom Zahn abgeschlossen sein. Bei der Hemisektion wird der Zahn zunächst örtlich betäubt, dann in der Mitte zwischen den Wurzelstämmen durchtrennt, aus einem großen Seitenzahn werden zwei gemacht, wovon der nicht zu erhaltende Teil vom Zahn entfernt wird.

 

Der Vorteil dieser Methode ist, dass der im Kiefer verbleibende Teil vom Zahn noch für den Zahnersatz als feste Basis erhalten bleibt.

Rezessionsdeckung

Unter einer Rezession versteht man den Rückgang des den Zahn kragenförmig umschließenden Zahnfleischs (Gingiva) und des darunter liegenden, knöchernen Zahnfachs (Alveolarknochen) mit dem Resultat, dass ein Teil der Wurzeloberfläche des Zahnes frei liegt.

 

In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, eine chirurgische Rezessionsdeckung vorzunehmen.

 

Das Ziel eines Eingriffs ist die möglichst vollständige Abdeckung der Wurzeloberfläche. Zum erreichen diese Ziels stehen und verschiedene Techniken, wie Lappentechnik und Schleimhaut- und Bindegewebstransplantationen zur Auswahl zur Verfügung.

 

Die individuell für Ihren Fall optimale Variante empfehlen Ihnen unsere Fachärzte nach einer eingehenden Untersuchung in einem Beratungsgespräch.

 

 

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Zahnfleischtransplantate

Zahnfleischtransplantationen dienen dazu, freiliegender Zahnhälse oder Zahnwurzelbereiche abzudecken, man spricht hier auch von Rezessionsabdeckung.

Je nach Art und Stärke des Zahnfleischrückgangs kann mit verschiedenen Varianten gearbeitet werden: So kann beispielsweise eine kleine Menge körpereigenen Gewebes aus dem Gaumen entnommen und an die gewünschte Stelle transplantiert werden. Anstelle einer Transplantation kann auch das benachbarte Gewebe verschoben und an der gewünschten Stelle fixiert werden.

 

Nach der Einheilung ist das neue Gewebe üblicherweise kaum vom umgebenden unterschieden werden. Auf diese Weise wird eine harmonische und natürliche Ästhetik hergestellt. Auch die Überempfindlichkeit von freiliegenden Zahnhälsen wird hierdurch verringert.

 

Zahnfleischtransplantationen werden in in der Regel unter örtlicher Betäubung durchgeführt.

 

Ein weiteres Einsatzgebiet von Zahnfleischtransplantationen ist die Implantologie, welche wir in unserer Praxisklinik ebenfalls anbieten.

Dabei ist es möglich, ein besonders ästhetisches, natürliches Aussehen des Zahnersatzes zu erzielen und das Implantat sowie umliegendes Weichgewebe vor schädlichen Einflüssen zu schützen.